16.12.2021

Große Probleme durch die Corona-Pandemie für die Weil der Städter Stiftung „Unámonos“

Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche

Die Stiftung Unámonos unterstützt seit rund 40 Jahren behinderte Kinder und Jugendliche im gleichnamigen Heim in Arequipa, Peru, jährlich mit erheblichen finanziellen Mitteln. Die Corona-Pandemie hat diese Arbeit jedoch stark beeinträchtigt – insbesondere bei der Akquise dringend benötigter Spenden.

Jede dritte Familie im Umfeld von Unámonos hat durch das Virus einen Verlust im unmittelbaren Umfeld erfahren. Auch vor den Lehrkräften hat die Pandemie nicht halt gemacht. Viele Menschen in Peru haben ihre Arbeit verloren, und zahlreiche Eltern der betreuten Kinder hatten plötzlich keinerlei Einnahmen mehr. Die Einrichtung ist daher dringend auf Unterstützung angewiesen, um pädagogisch sinnvoll weiterarbeiten zu können.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Hans Dieter Scheerer, war Anfang November vor Ort in Peru und konnte sich persönlich ein Bild von der Situation machen. Bei der letzten Sitzung des Stiftungsrates berichtete er ausführlich über seine Eindrücke aus Arequipa und von der Schule Unámonos.

Eingeschränkter Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen

Derzeit dürfen nur zwei Klassen parallel in der Schule unterrichtet werden, mit jeweils maximal drei Kindern oder Jugendlichen. In einem rollierenden System versuchen die Lehrkräfte, den Unterricht so zu gestalten, dass zumindest diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Interesse an Präsenzunterricht haben, mindestens einmal pro Woche in die Schule kommen können.

Gerade für Kinder mit schweren Behinderungen ist das dauerhafte Tragen einer Maske nicht immer leicht nachvollziehbar. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen gelingt es den Lehrkräften dennoch, die Kinder an die notwendigen Schutzmaßnahmen heranzuführen.

Digitale Unterstützung durch Smartphones und Tablets

Auch während der Pandemie hat das Direktorium gemeinsam mit den Lehrern auf geliehene und gebrauchte Smartphones und Tablets zurückgegriffen, um den Unterricht fortzuführen. Die Kinder und Jugendlichen konnten so gemeinsam mit ihren Familien den Umgang mit digitalen Geräten erlernen.

Geschwister und Eltern waren direkt in den Unterricht eingebunden, was zu einem besseren Verständnis für die Bedürfnisse der Kinder und zu einem stärkeren familiären Zusammenhalt geführt hat.

Digitale Unterstützung durch Smartphones

Zusammenhalt und finanzielle Herausforderungen

Dieser Zusammenhalt war auch innerhalb des Teams deutlich spürbar. Gleichzeitig kamen während der Pandemie viele geplante Konzepte zum Erliegen, sodass kaum Möglichkeiten bestanden, durch neue Projekte zusätzliche staatliche oder private Mittel zu generieren.

In einem kürzlich versendeten Weihnachtsbrief machte die Stiftung deutlich, dass dringend finanzielle Mittel benötigt werden – sowohl für die Sanierung des Schulgebäudes als auch für laufende Ausgaben wie die Bezahlung der Lehrkräfte und die Beschaffung von Unterrichtsmaterialien. Da im Jahr 2021 nur zwei Benefizkonzerte stattfinden konnten, fielen die Spendeneinnahmen deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor.

Jeder Beitrag hilft und kommt ohne Abzüge direkt den Projekten in Peru zugute.

Unterstützen Sie Unámonos mit Ihrer Spende.

(Grundlage dieses Beitrags: Bericht von Ronald Lars, erschienen in der Sindelfinger Zeitung am 16.12.2021)